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Seit Hunderttausenden von Jahren ist die Landzunge zwischen den großen Strömen Rio Solimoes und Rio Negro, die sich kurz unterhalb von Manaus zum Amazonas vereinigen, vom übrigen Amazonas-Urwald abgetrennt. Dort liegt die "Floresta da Vida" (port. "Wald des Lebens"), die es zu retten gilt. Wie reichhaltig die Lebensfülle dieses Waldes ist, zeigt sich bereits am Arten-reichtum der Vogelwelt: 177 Arten, darunter prächtige Papageien, Tukane, Greife, Spechte und andere wurden bereits dokumentiert. Der "Wald des Lebens" beheimatet also kaum weniger Vogelarten als ganz Deutschland! |
![]() Zygmunt Sulistrowski hat den Wald jahrzehntelang geschützt |
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nennt Dr. Richard Bierregaard, Projekt- Direktor des Smithsonian Institute in Washington, das Gebiet. Er schreibt: "... diese einzigartige biogeographische Region verdient besonderen Schutz.... Ich halte es... für außerordentlich wichtig, diese große und intakte Waldregion ... zu erhalten. Ihr Reservat wird schon bald der einzige Ort sein, der für Schulgruppen oder Öko-Touristen erreichbar ist, und der noch all die faszinierenden Wunder eines Regenwaldes bereithält." |
Betritt man das schattige Dunkel des Regenwaldes mit seinen tausendjährigen Urwaldriesen, seinen Lianen, Orchideen, Affen und Schmetterlingen, so kommt einem dies angesichts der Zerstörung rundum wie ein Wunder vor. Vollbracht hat es ein Privatmann, Zygmunt Sulistrowski, der das Grundstück 1974 gekauft hat. Seitdem schützte der 2007 verstorbene polnischstämmige Filmregisseur das 100 km2 große Urwaldgebiet. Zeitweise schwebte er deshalb in Lebensgefahr. Die Tropenholzhändler haben schon lange ein Auge auf die wertvollen Edelhölzer geworfen. Sie bieten 10 Millionen US-Dollars für das Grundstück, um es kahlzuschlagen. Wir wollen dieses Regenwaldgebiet retten! |
![]() Floresta da Vida ![]() |
Dieser Urwaldriese soll zu Sperrholz werden ![]() |
Wir wollen, dass wieder Aras
in der Floresta da Vida leben! Helfen Sie mit! |
Gemeinsam mit der Hileia NGO können wir den Regenwald und seine Bewohner nur dann dauerhaft schützen, wenn die am Rande des geplanten Naturschutzgebietes lebenden Menschen mit einbezogen werden. Sie möchten den Regenwald erhalten, kämpfen jedoch täglich um das eigene Überleben. Hileia NGO arbeitet daher vor Ort eng mit den Kleinbauern, Landarbeiter-gewerkschaften und Umweltorganisationen zusammen. Das Gesamtprojekt "Floresta da Vida" umfasst zusätzlich zum Naturschutzgebiet folgende Teilbereiche: Etwa 1 % der Fläche wird für niederschwelligen Ökotourismus zur Verfügung gestellt. Ein sehr attraktives, jedoch umweltverträgliches Programm soll die laufenden Kosten des Projekts decken. Mit den Überschüssen sollen weitere Waldgebiete geschützt werden Ein Umwelt-Informationszentrum steht den Touristen und der Bevölkerung von Manaus zur Verfügung Ein Forschungszentrum untersucht naturverträgliche Nutzungsformen des tropischen Regenwaldes Projekte mit den Kleinbauern rund um das Naturschutzgebiet sollen Einkommensquellen erschließen, die den Regenwald nicht gefährden Wir werden mit diesem Modellprojekt zeigen, dass es profitabel sein kann, den Regenwald zu schützen, auch für die lokale Bevölkerung. ![]() |
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Unsere Partnerorganisation "Hileia" in Manaus steuert dort das Projektmanagement und arbeitet eng mit lokalen Umweltgruppen zusammen. Für die wissenschaftliche Leitung und das Umweltauditing ist Dr. Eije Pabst zuständig. Er engagiert sich seit über 20 Jahren für den Schutz des tropischen Regenwaldes; u.a. leitete er vier Jahre lang die Tropenwaldkampagne von Greenpeace Deutschland. Wissenschaftliche Arbeit und Promotion im Amazonasgebiet, mehrjährige Aufenthalte vor Ort und die Betreuung von Projekten, die auf ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Natur im Regenwald abzielen, machen ihn zum idealen Projektleiter. Seit Dezember 1998 betreut Dr. Pabst den von
Hileia NGO mit Hilfe der ehemaligen deutschen
Gründerorganisation "Forest of Life" eingerichteten Brückenkopf im Herzen des Schutzgebietes vor Ort. |